FAQ

Epi-Care®3000

Sie möchten noch mehr über Epi-Care® erfahren? Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen zur Epilepsieüberwachung am Beispiel Epi-Care®3000. Klick auf eine Frage blendet die Antwort ein.

Sollten noch Fragen offen bleiben, so erhalten Sie am Ende der Liste Gelegenheit, Ihre persönliche Frage zu stellen.

Häufig wird eine mögliche Elektrosmogbelastung als Problem angesehen. Da jedoch zwischenzeitlich die gesetzlichen Bestimmungen so klar und streng definiert sind, können, insbesondere im Bereich der Medizinprodukte – und ein solches ist Epi-Care® –, diese Bedenken als unbegründet angesehen werden. Zur Erlangung der Hilfsmittelnummer (Epi-Care-Hilfsmittel-Pos.-Nr.: 21.46.01.0002) sind umfangreiche Nachweise auch in Bezug auf „elektromagnetische Verträglichkeit“ (EMV) zu erbringen. Dabei liegt Epi-Care® im unteren Drittel der zulässigen Grenzwerte. Wichtig dabei ist zu wissen, dass der Sensor, der sich am nächsten zum Körper befindet, spannungsfrei ist. Ausgewertet wird die Spannung, die durch die Bewegung des Körpers im Sensor erzeugt wird. Gute, leicht verständliche Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrosmog.

Um Stürze zu vermeiden, haben wir die Matratze auf den Fußboden gelegt. Kann dann das Epi-Care noch die Körperbewegungen feststellen?

Grundsätzlich JA.
Üblicherweise wird der Sensor des Epi-Care in der Sensorhalterung unterhalb der Matratze platziert. Das sollte auch jetzt geschehen und über die Empfindlichkeits-Anpassung ein Ausgleich erfolgen. Bei resonanzfreien Fußböden (z.B. Steinplatten) kann die Anpassung nicht ausreichend sein. Dann bitte den Sensor in der Halterung seitlich an der Matratze positionieren.
Wichtig, die Empfindlichkeitseinstellung angleichen, wahrscheinlich Einstellung zwischen "6" und "8" wählen.

Überwachungsgeräte für Epilepsiekranke können Versicherten mit epileptischen Anfällen zur häuslichen Überwachung zur Verfügung gestellt werden, damit die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie während der Nacht überprüft und die Medikation ggf. angepasst werden kann.
Eine entsprechend eingewiesene Betreuungsperson muss zur Verfügung stehen.

In den Vorgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird hierzu keine Aussage getroffen. Dies lässt darauf schließen, dass bei der Festlegung gegenwärtig war, dass eine anfallsbetroffene Epilepsie im Regelfall keine befristete Erkrankung darstellt, sondern einer dauerhaften Medikation und Betreuung bedarf.
Auch bezieht sich die Überprüfung der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie nicht auf einen befristeten Zeitraum, sondern ist über die gesamte Dauer der notwendigen Medikation vorzunehmen, dies bezieht sich insbesondere auf die Schlafperioden und muss zwei Anforderungen genügen:
a) technisch zuverlässig, lückenlos und Ereignis-Dokumentation,
b) Gewährleistung der für das betreuende Umfeld (Familie, Betreuer) erforderlichen Nachtruhe.

An keiner Stelle, der für die Vorgaben zur Hilfsmittelausstattung relevanten Ausführungen wird auf die Häufigkeit eingegangen. Dies würde auch dem Grundsatz der Krankenversicherung „Vorsorge statt Therapie“ widersprechen. Im Falle der Diagnose „Epilepsie“ muss gewährleistet sein, dass keine generalisierten tonisch-klonischen Grand-Mal-Anfälle unbemerkt auftreten, damit vermeidbare Schädigungen der Gesundheit des Betroffenen ausgeschlossen werden können.

Gelegentlich wird im Zusammenhang mit einer Heimunterbringung das Argument vorgetragen, dass die Hilfsmittelausstattung in den Aufgabenbereich des Heimträgers fällt.
Dies ist so nicht richtig. Das in der Kommentierung zum Hilfsmittelverzeichnis angesprochene „zu Hause“ bezieht sich auf den Lebensmittelpunkt des Versicherten und ist in diesem Fall ein Heim. Auch steht eine Kostenübernahme nicht im Widerspruch des Abgrenzungskataloges vom 26. März 2007.

Anfall-Überwachungsgeräte messen die durch Krampfanfälle ausgelösten Bewegungen und alarmieren eine Betreuungsperson. Dazu setzt ein Messfühler die mechanischen Bewegungen in ein elektrisches Signal um und leitet sie zur Elektronikeinheit, dem Hauptgerät. Hier werden die ankommenden Signale nach Amplitude, Frequenz und Dauer analysiert. Wenn bestimmte Signalmuster auftreten und dabei einstellbare Grenzwerte - z. B. der Stärke und der Dauer - überschritten werden, wird ein Alarm ausgelöst (z. B. über Klingel im Schlafzimmer einer Betreuungsperson). Die Geräte sind für den Wiedereinsatz geeignet.

Als bekannt kann vorausgesetzt werden, dass dieses Gerät ausschließlich im Bett entstehende Bewegungen erfasst und auswertet. Dabei finden sämtliche Bewegungen Berücksichtigung, gleichgültig, ob diese durch das Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, durch Schlafbewegungen oder klonische Krämpfe verursacht werden. Ferner spielt weniger das Gewicht des Probanden eine besondere Rolle, sondern eher die Struktur der Matratze. Ist diese von harter Beschaffenheit, so erfolgt eine wesentlich bessere Weiterleitung als bei einer weichen und vielleicht auch noch sehr dicken Matratze, die Anpassung wird durch die Empfindlichkeitseinstellung vorgenommen. Der Sensor, der sich an der Matratze befindet, setzt die Bewegungen in ein verwertbares elektrisches Signal um, aus dem Intensität und Rhythmus abgeleitet werden. Die Auswertung erfolgt in der Basiseinheit, die über ein Kabel mit dem Sensor verbunden ist.
Nach der erfolgter Einstellung des Gerätes auf die standörtliche Umgebung (Matratze, Bettgestell, Gewicht) ist das Epi-Care funktionsbereit und kann nach individuell definierten Parametern verlässlich unterscheiden zwischen normalen Bewegungen wie Zubettgehen, Aufstehen oder Schlafbewegungen und solchen, die auf einen Anfall hinweisen.

JA. Es können bis zu 99 Ereignisse, die wir als Mitteilungen bezeichnen, gespeichert werden. Wir empfehlen jedoch, diese täglich – so welche vorhanden sind – auszulesen und in die mitgelieferten Anfallskalender einzutragen. Anschließend sollten die Mitteilungen im Gerät gelöscht werden; so erhalten Sie stets die optimale Übersicht.
Wer jedoch den Löschvorgang nicht vornehmen will, verliert keine aktuellen Daten, da erst ab der 100. Mitteilung die älteste Mitteilung aus dem Speicher „geschoben“ wird.

JA. Die Installation des Epi-Care ist stets mit einer Installation und Einweisung des betreuenden Umfeldes verbunden. Gelegentlich geäußerte Bedenken, „Ob ich das wohl schaffe?“, „Ich habe kein technisches Verständnis“, „Ob das auch bei uns funktioniert?“ können wir entkräften. Es funktioniert! Außerdem liegt dem Epi-Care eine ausführliche und klar strukturierte Bedienungsanleitung bei, die eventuell später auftretende Problemsituationen zu lösen hilft, und selbstverständlich steht Ihnen auch nach der Installation unsere telefonische Beratung zur Verfügung.
Zur Unterstützung haben wir das Video Epi-Care eingestellt, ein Klick genügt.

Es erscheint uns wichtig, zu diesem Punkt etwas näher Stellung zu nehmen. Hier ist wieder die Hilfsmittelnummer anzuführen. Um diese zu erlangen, ist u. a. ein „Gebrauchstauglichkeitsnachweis“ zu erbringen. Naturgemäß setzt dieser eine umfangreiche Erprobung in der Praxis voraus. Diese wurde für das Epi-Care sowohl in Kliniken (Anfallsambulanzen), Einrichtungen (Wohnheimen) als auch im häuslichen Umfeld vorgenommen. Der künftige Anwender kann also sicher sein, dass er nichts Nebulöses, Praxisfremdes „einkauft“. (Wobei festgehalten werden muss, dass der Käufer im Regelfalle der gesetzliche Kostenträger ist, also die Krankenkasse [GKV]; diese stellt dem Anwender ein Hilfsmittel, in diesem Falle das Epi-Care, zur Verfügung.) Das System „Hilfsmittelnummer“ dient eben gerade dieser Sicherheit, dem Nutzen in der Praxis. Das Produkt hat die erforderlichen Testreihen bereits durchlaufen und seine Wirksamkeit unter realen Bedingungen unter Beweis gestellt, weswegen es seine Hilfsmittelnummer erhalten hat.
Eine Probeüberlassung könnte außerdem die weiter oben dargestellte Einweisung durch einen Mitarbeiter, der Ihnen mit seiner Erfahrung zur Verfügung steht, nicht enthalten, Ihre Fragen würden nicht beantwortet, persönliche, individuelle Lösungen wären nicht realisierbar. Hier gelangen wir an einen Punkt, an dem wir unsachgemäße Anwendung und damit die Möglichkeit eines unzutreffenden Resultates nicht ausschließen können. Die Probefahrt mit einem Auto setzt den Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis voraus; an welche Voraussetzungen sollten wir eine Probeüberlassung des Epi-Care knüpfen?
Durch unsere Erfahrung und die technische Zuverlässigkeit des Epi-Care können Sie von einer problemlosen Abwicklung zu Ihrer vollen Zufriedenheit ausgehen. Telefonische Rückfragen zu aufgetretenen Problemen erhalten wir äußerst selten, sehr häufig jedoch positive Mitteilungen zur Nützlichkeit des Epi-Care, die sich in erster Linie dadurch auszeichnen, dass dem betreuenden Umfeld – insbesondere den Eltern – eine geregelte Nachtruhe wieder zuteil wird.
Wir bitten also um Verständnis, dass aus den oben aufgeführten, u. E. nachvollziehbaren Gründen eine Probeüberlassung nicht möglich ist.

An dieser Stelle verweisen wir auf Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Hilfsmittelbeschaffung; bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt!
Das Epi-Care wird nach Übersendung der ärztlichen Verordnung und Kostenzusage des Kostenträgers durch uns geliefert. Um die Qualität von Anlieferung, Installation und persönlicher Einweisung sicherzustellen, liefern wir das Epi-Care nicht über Apotheken oder den Medizinischen Fachhandel, sondern nur direkt. Sie senden uns die ärztliche Verordnung, wir klären dann mit Ihnen die örtlichen Verhältnisse zur Festlegung der Übertragungskomponente, erstellen den Kostenvoranschlag für den Kostenträger. Nach Erhalt der Kostenzusage stimmen wir mit Ihnen den Liefertermin ab. Dies geschieht zeitnah und bundesweit.

JA. Diese wurde 2001 erteilt. Sie lautet aktuell: Hilfsmittel-Pos.-Nr.: 21.46.01.0002. Die Erteilung war an Prüfkriterien gebunden und setzte den Nachweis der Gebrauchstauglichkeit voraus.

Es erfolgt eine Alarmierung über die verwendete Alarmweiterleitung, im Regelfall wird dies der Pieper sein.

Nein, der Körper des Probanden bleibt kabelfrei. Der Sensor, der über ein Kabel mit der Basiseinheit verbunden ist, wird vorzugsweise unter der Matratze fixiert. Er ist stromlos und erzeugt erst durch die Bewegung eine geringe Spannung zur Auswertung.

Das Epi-Care ist ein flexibles System, das stets individuell angepasst ausgeliefert und installiert wird. Auch die Ausstattung, wie Alarmweiterleitung oder Anschluss an weitere, drahtlose Systeme kann sich im Preis auswirken. Bitte kontaktieren Sie uns!

Ja, das Epi-Care ist verordnungsfähig, die Kosten werden von den Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ggf. abzüglich des Eigenanteils von 10,00 € übernommen.

Hauptsächlich wird in der häuslichen Anwendung ein Pieper-System eingesetzt. Das Signal kann entweder auf Ton oder Vibrationen eingestellt werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit der Weiterleitung über das Telefonnetz oder der Einbindung in bestehende Haussysteme (Schwesternruf, Hausnotruf).

Die Reichweite des Piepers beträgt in Wohngebäuden ca. 150 m und ist somit ausreichend, den Aufenthalt der Bezugsperson z. B. im Garten zu ermöglichen.

Häufig wird die Ansicht vertreten, dies sei eine ausreichende Möglichkeit, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen. Abgesehen davon, dass insbesondere bei älteren Anfallskranken die Frage der Wahrung der Intimsphäre nicht unumstritten ist, kann diese Form keine zuverlässige Überwachung sicherstellen. So kann es vorkommen, dass epileptische Anfälle nur geringe akustische Wirkung zeigen, also über normale Schlafgeräusche nicht hinausreichen, und ein Babyfon zur Übertragung erst gar nicht angeregt wird. Darüber hinaus gilt bei Schnarchern (und deren gibt es viele!): Ein Babyfon wird von vornherein nutzlos sein, da die Ansprechschwelle des Gerätes so hoch angesetzt werden müsste, dass epileptische Anfälle wahrscheinlich nicht übertragen würden (es sei denn, die Überwachungsperson würde ununterbrochen mit übertragenen Schlafgeräuschen konfrontiert). Unbestritten dürfte allerdings sein: „Wer aufpasst, kann nicht schlafen; wer schläft, kann nicht aufpassen“. Das Recht der Bezugsperson auf Nachtruhe würde vorsätzlich missachtet.

Die Auskunft der Lufthansa hierzu: Geräte ohne Akku-Betrieb können grundsätzlich mitgeführt werden, es ist jedoch ratsam, bereits bei der Buchung darauf hinzuweisen. Es erfolgt dann ein entsprechender Vermerk im Flugticket, um etwaige Diskussionen zu vermeiden.